„Mein liebster Award“ Teil I

Vor zwei Wochen überreichte mir einer meiner favorisierten Blogger einen „Liebster Award“ mit elf Fragen!  Das Vertrauen von dampfbloque ehrte mich sehr und die Freude über die Wertschätzung für meinen kleinen Textblog klatschte die Frage nach dem Wann habe ich Zeit? wie eine lästige Fliege vom Tisch. Eine innere Einkehr gepaart mit der Klärung von Prioritäten trieb mich nicht zu weiteren Höchstleistungen, aber zur der Einsicht, nicht alle elf Fragen auf einen Schlag beantworten zu müssen. Das muntere Betreiben von zwei Blogs, die engagierte Ausübung eines Vollzeitjobs, die Beziehungskiste mit meinem männlichem Pendant und die Unterwerfung vor den üblichen hausfraulichen Zwangsreglementierungen sowie diversen freizeitvergnüglichen Engagements lassen meinem Zeitbudget kaum noch Luft für verschwenderische Muße oder Muse? Aber ein Award? Wow!

1. Frage: Warum bloggst Du?

Puh. Da muss ich etwas ausholen. Vor zwei Jahren beschloss ich, mich nicht länger meinem Pseudowissen über das Funktionieren des Internets und den sozialen Kanälen auszuliefern und buchte eine wissenschaftliche Fortbildung zum Social Media Manager an der Fachhochschule meiner Lieblingsstadt in NRW. Das ist die Stadt mit der Riesenkirche, die nie fertig wird, das ist die Stadt mit dem für mich leckersten Bier, das ist die Stadt mit dem laisse a faire und der gelebten Philosophie  „Jedem Tierchen sein Pläsierchen“ Total tolerant! Ach ja, der 11. im 11. war auch grad!

Zurück zum Bloggen. Nach langen Tagen Vorlesungen auf harten Holzstühlen in großen Lehrräumen und spannenden Vor- und Lehrträgen beschloss ich für mich: Das war es noch nicht. Und schon flog das nächste Angebot ins Haus bzw. eine Mail in mein Webaccount. mit der Anmeldung für einen Workshop „Corporate Blog“. Gebongt. Nach zwei Vollzeit-Tagen mit einem freiberuflichen Blogger-Dozenten und Journalisten und abendlichen abschließenden Kölschorgien stand für mich fest. Das will ich auch! Bloggen war für mich ein so ein spannendes Thema, das ich mich sofort im selbigen versuchen wollte. Aber mit welchem Schwerpunkt?

2. Frage: Was ist für Dich beim Bloggen die größte Herausforderung?

Das Thema ist für mich die größte Herausforderung. Bis ich meinen ersten Blog über den allseits bekannten Anbieter öffnete, verging dann nach Besuch des Workshops doch noch ein halbes Jahr mit Tätigkeiten wie „Im Trüben fischen“ und „Nebelkerzen werfen“. Dabei lag die Lösung glasklar vor meinen Augen. In meiner Freizeit betreue ich schon länger die Homepage und den FB-Account eines befreundeten Künstlers, der sich auch für soziale Projekte stark macht. Das ist wie den Baum vor lauter Wald nicht sehen. Letzten Monat feierte www.kunst-goes-sozial.de das Einjährige!

Leider wurde ich zwischenzeitlich so gehackt, dass mein Hoster fast einen Monat brauchte, um meinen blog von üblem Gestank zu säubern. Jetzt fehlen zwar zwei Monate Arbeit, aber alles andere konnte gerettet werden. Meinem Betreuer sei Dank, nicht nur für das Säubern sondern auch für seine starken Nerven, die meine Fragen aushalten mussten.

In dieser REM-Phase wurde mein zweiter Blog geboren 🙂 völlig anders und ich beschränke mich auf Text und kleinen Zeichnungen. Handgemalt über Paint. Gar nicht so schlecht, oder? Ich schreibe mal dies und das, hauptsächlich über Digitales, Generationen, BEST AGER und anderen Kram.

3. Frage: Welche Ansprüche stellst Du an andere Blogs?

Es kommt auf das Genre an. Von Nachrichtenblogs bzw. Online-Portalen mit Aufklärungsarbeit erwarte ich gut recherchierte Berichte. Die finde ich bei Netzfrauen, netzpolitik oder Campact.  Modeblogs interessieren mich eher weniger. Sie reizen mich nicht. Würde ich die Klamotten oder die Accessoires kaufen, die mir Bloggerinnen mit einem Altersdurchschnitt von 20 empfehlen….könnte ich mich wahrscheinlich nicht mehr in der Öffentlichkeit blicken lassen 🙂 da verlasse ich mich doch lieber auf meinen mein Auge und mein Gefühl. Und auf mein männliches Pendant, das auch über einen außerordentlich guten Geschmack verfügt. Klar, sonst hätte er mich wohl nicht zur Partnerin erkoren…oder? 🙂

Dann gibt es noch wunderbare Städte- oder Reiseblogs. Ich kann mir nicht alle in meine Favoritenliste setzen, geschweige merken! Einen Hinweis gebe ich: https://fraeuleinimmerglueck.wordpress.com/….dieser Blog wird übrigens demnächst auf meiner Weitergabeawardliste stehen.

Am liebsten sind mir die Aus-dem-Herzen-Reden-Und-wie-mir-der-Mund-gewachsen-ist-Blogs. Dazu gehören dampfbloque oder auch seppolog. Eine gute Schreibe, eine Mischung aus Spaß, Ironie, Sarkasmus und sonstnochwas…einfach Herrlich! Da stelle ich keine Ansprüche, denn diese blogs haben mich gefunden, weil sie mir gefallen. Dahinter stehen Menschen, die ebenfalls mit Herzblut schreiben und nicht dazu verdammt werden müssen, unzumutbare Ansprüche zu erfüllen.

Jetzt ist Schluss! Der nächste Teil kommt in Bälde, ganz bestimmt!

 

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