Wie Unternehmen auf Plastik verzichten?

Aktuelles Beispiel heute: In meinem Briefkasten stach neben dem üblichen Papierwerbewahnsinn eine Werbekampagne von Procter & Gamble für Oral B heraus. Der Hammer!!! Inmitten der Debatten um Plastikmüll, neuen EU-Verboten zu Plastik (Plastikgeschirr und Q-Tips) etc. entblödet sich P&G nicht, die Haushalte mit Werbung zu versorgen, die in Plastik eingeschweißt ist.

Nä nö? Weiterlesen

#NeueAlteArbeitsRomantik!

faz

Beispiel Amazon: Gestern in t3n: Amazon schafft es aktuell nicht, Menschen durch Robotik komplett zu ersetzen.  Das hindert die findigen Manager des Onlinehändlers nicht daran, Arbeitsabläufe bis in die Unendlichkeit zu optimieren. Immerhin verspricht Amazon demnächst die Auslieferung unserer Bestellungen innerhalb von 4 Stunden?

Da wird der Feinschliff zur Steigerung der menschlichen Effizienz durch eiserne Überwachung wohl weiter gründlich geschärft. Aber eins hat Amazon lt. t3n schon geschafft; zu „langsame“ Mitarbeiter erhalten automatisierte Kündigungen. Es leben die humanen Arbeitsbedingungen bei Amazon. Da wissen wir, was uns blüht, wenn das nächste Freihandelsabkommen weitere Entschleunigungen in den Arbeitnehmerrechten vorsieht, die unsere Großväter im vorherigen Jahrhundert hart erkämpften!

Beispiel DHL: im Oktober 2015 berichtete ich unter der Subline „Kann Nasenkino unsere Arbeitswelt verändern“ über ein Pilotprojekt von DHL in einem Distributionszentrum in den Niederlanden. Dort wurde der Einsatz von „smart glasses“ bzw. Augment-Reality-Brillen mit Hilfe weiterer Kooperationspartner erfolgreich getestet. Lt. DHL ließ sich die Effizienz der Mitarbeiter damit um 25% steigern. Ob sich der Einsatz von smart glasses auch für die Mitarbeiter als effizienter Spaßfaktor entpuppte, wurde damals nicht beschrieben!

Beispiel France Télécom: Ebenfalls in der gestrigen FAZ-Ausgabe wurde über einen Prozess in Frankreich berichtet, der sich mit Mobbing auseinandersetzen muss. Es handelt sich um eine Suizid-Serie (ca. 35 Mitarbeiter) bei dem französischen Unternehmen France Télécom. Mobbing ist in Frankreich ein Straftatbestand. Und nun zitiere ich frech aus dem Artikel

„Alle Unternehmen beobachten den Prozess aus nächster Nähe, weil er soziale Rechte und die Verantwortung des Managements neu definieren kann“, sagte ein Unternehmensberater“  Zitat Ende.

Wenn die France Télécom mit fast heiler Haut aus dem Prozess heraus kommen sollte, könnte Mobbing salonfähig werden?

Nein, das glaub ich nicht! 🙂 der Unternehmensberater weissagt ja, dass die sozialen Rechte (von wem? Arbeitnehmer oder Arbeitgeber?) neu definiert werden müssen, die Verantwortung des Managements sowieso.

BRAUCHEN MANAGER BZW. PERSONALVERANTWORTLICHE TATSÄCHLICH ERST EIN URTEIL, UM IHRE FÜHRUNGSQUALITÄTEN UND / ODER IHRE FÜHRUNGSVERANTWORTUNG ZU HINTERFRAGEN?

#Assangegate

Wenn ein investigativer Journalist, ein „Enthüller“… in Ungnade fällt…

…und Spiegel Online anscheinend immer mehr zum Boulevardjournalismus mutiert…

Wie das geht…zeigte der Spiegel am 14. April 2019. Ausgerechnet das Medium, das investigativen Journalismus in seinem Markenkern verankert sieht. Das Medium, das sich von je her in der Republik als führendes Nachrichtenblatt positioniert hat.  Das Medium, das sicherlich auch der Enthüllungsplattform WikiLeaks wertvolle Schlagzeilen zu verdanken hat. Nun besitzt dieses Medium eine Online-Redaktion. Und diese steht nach meinem Dafürhalten dem BildDirEineMeinungTrend nicht im Geringsten nach. Jedenfalls mit diesem Artikel! Da plaudern spanische „Beschützer“ aus dem Nähkästchen und das Online-Portal vom Spiegel entblödet sich nicht, das Geschwätz zu veröffentlichen. Dieser Beitrag ist keine Nachricht wert, außer der, dass dieses Security-Unternehmen seine Verschwiegenheitspflicht (die bestimmt vertraglich vereinbart ist) nicht ganz so ernst nimmt. Das ist eine Nachricht wert! Für die nächsten schützenswerten Promis, A, B oder C oder was weiß ich…denn die können sich nicht sicher sein, wie seriös dieses Unternehmen tatsächlich wirkt (hm…aha…Geheimdienst…soso).

…wie Assange vor seiner Verhaftung lebte…

Ähem…seit wann steht jahrelanges Dahinsiechen in nicht expandierenden Räumlichkeiten, verknüpft mit stark eingeschränkter Bewegungsfreiheit und abwechslungsarmen Tagesabläufen für ein gesundes Sozialverhalten und für ein ausgeglichenes psychedelisch fittes Wesen? Erinnert Ihr Euch noch an Euren letzten Zoobesuch? Die Tiere dort genießen sicherlich mehr Auslauf und frische Luft (wenn man vom Feinstaub absieht) als in einer  mit Plüsch und Plum ausgestatteten Botschaft. Und dennoch, auch diese Tiere zeigen in Gefangenschaft Anomalien. 

Ich würde mich nicht nach vergleichbaren Unterbringungsmerkmalen von schlechtem Benehmen, Diva-Allüren, Hygieneproblemen und merkwürdigen Verhaltensweisen freisprechen wollen. Wer weiß, wie ich ticken würde? Und aussehen würde? Auf dem Foto im Artikel erblickte ich einen ziemlich gealterten, ungepflegten, blassen und verängstigten Mann.

…und nun zum investigativen Journalismus…

..der arbeitsaufwändig und zeitfressend ist, der finanzielle Ressourcen bindet, der auf bereitwillige und glaubhafte Quellen angewiesen ist. Und diese Quellen unterliegen in Deutschland aus gutem Grunde einem besonderen Schutz durch das Bundesverfassungsgericht. Nun ist Assange bzw. WiKiLeaks keine geheime Quelle. WiKiLeaks ist aber eine Plattform, die ihre Informationen ebenfalls aus geheimen Quellen bezieht. Unter anderem von Whistleblowern.

Was passiert, wenn Journalisten ihre Arbeit machen, zeigte 1962 die Spiegel-Affäre. Ich konnte keine Berichterstattung recherchieren, die die damaligen Spiegel-Redakteure nach ihrer Verhaftung und Freilassung so mit Häme verwöhnte… Ich grab da mal weiter…wer fündig wird, darf sich gerne bei mir melden 🙂

Auch hier sei nochmal gesagt! Investigativer Journalismus hätte sich eher damit beschäftigt, welche Auswirkungen eine „Gefangenschaft“ mit unsicherem Ausgang für einen Menschen mit sich bringt.  Das wichtigtuerische Geschwafel von spanischen Beschützern, die jetzt nichts mehr zu tun haben, wäre in meinen Augen höchstens einen Hinweis auf unseriöse Geschäftspraktiken Wert gewesen.

…kein Stanford-Prison-Experiment…

Zur Erinnerung: Was Gefangenschaft aus Menschen machen kann, zeigte das Stanford-Prison-Experiment. Das abgebrochen werden musste. Dieses noch heute umstrittene Experiment ist nicht wirklich vergleichbar mit den Lebensverhältnissen von Assange in der Botschaft. Aber es lässt uns erahnen, wie jahrelange „Gefangenschaft“, auch wenn scheinbar im Luxus, unser Verhalten ändern kann.

Jobbörse.de kann auch Flüchtlinge!

faz

Seit geraumer Zeit offeriert das Onlineportal Jobbörse.de Flüchtlingen unter https://www.jobbörse.de/refugees/eine eigene kostenlose Rubrik. Arbeitgebern, die arbeitsuchende Flüchtlinge als Auszubildende oder Arbeitnehmer einstellen möchten, gewährt die Jobbörse.de kostenlose Suchanzeigen. Damit erhöht sich die Chance für Flüchtlinge, mit Arbeitgebern einfach und unkompliziert in Kontakt zu treten. Weiterlesen

#StromKommtAusDerSteckdose?

Uns Deutschen steht wieder eine Strompreiserhöhung ins Haus. Aber nicht, weil der Strom teurer geworden ist, NEIN, weil die Bundesregierung den EEG wieder erhöhen muss. Die EEG (Erneuerbares Energie Gesetz) Umlage wurde im Jahr 2000 beschlossen und soll den Erzeugern einen stabilen Förderpreis für die Abgabe von Öko-Strom über 20 Jahre garantieren. Aber wie sieht die Öko-Strom-Bilanz tatsächlich aus? Weiterlesen